Der Prozess

HD Brazing®

Ein von Aalberts Surface Technologies Eindhoven B.V. entwickeltes Verfahren auf dem Gebiet des Hochtemperatur/Vakuumlötens.

Siehe auch die Broschüren und Zertifikate

HD Brazing® wurde von Aalberts Surface Technologies Eindhoven B.V. als eine Weiterentwicklung des Vakuumlötens entwickelt. Die mit dieser Verbindungstechnik hergestellten Verbindungen sind reproduzierbar und von hoher Qualität.

Was ist Vakuumlöten?

Vakuumlöten ist ein hochwertiges, reproduzierbares Fügeverfahren, bei dem Verbindungen in einem Vakuumofen bei Temperaturen zwischen 800°C und 1200°C hergestellt werden. Da der Prozess im Vakuum abläuft, sind Sauerstoff und Verunreinigungen abwesend, sodass keine Oxidation auftritt und kein Flussmittel benötigt wird.

Durch Kapillarwirkung (über die präzise kleinen Lötspalte) fließt das Lotmaterial (meist auf Basis von Silber, Kupfer, Nickel und/oder Gold) zwischen die Bauteile, was zu einer extrem starken und sauberen (metallisch blanken) Verbindung führt. Geeignet für alle Metalle wie Edelstahl & Titan, Kupfer- und Nickellegierungen mit einem Schmelzpunkt über ca. 800°C. Auch verschiedene Nichtmetalle wie Graphit, Hartmetall, Diamant und Keramik können vakuumgelötet werden.

Der Prozess
  • Vorbereitung: Gründliche Reinigung der Bauteile und Aufbringen des Lotmaterials (Folie, Paste oder Draht).
  • Erwärmung: Die Bauteile werden in einem Vakuumofen mit kontrolliertem Temperaturprofil über die Schmelztemperatur des Lots erhitzt und anschließend kontrolliert abgekühlt (mit Stickstoff/Argon). Löten unter Wasserstoff ist ebenfalls möglich.
  • Fügen: Das flüssige Lot benetzt die Oberflächen.
  • Abkühlung: Kontrolliertes Abkühlen sorgt für eine gleichmäßige Mikrostruktur und minimale Verformung.
  • Kontrolle: Visuelle Inspektion und Prüfung auf Dichtheit und Festigkeit.
Wichtigste Vorteile
  • Hohe Qualität: Sehr starke (oft gleichwertig mit der Festigkeit des Grundmaterials), dichte und korrosions-/hitzebeständige Verbindungen. Zudem sehr saubere, hygienische, spaltfreie Verbindungen (kein Flussmittel erforderlich). Wichtig für die Lebensmittel- oder Medizinindustrie.
  • Große Konstruktionsfreiheit: Dick/dünn ist möglich, große Flächen können verbunden werden.
  • Mehrere Verbindungen: Mehr als eine Verbindung kann in einem Prozessschritt hergestellt werden. Die Herstellung komplexer Produkte ist möglich.
  • Vielseitig: Möglichkeit, unterschiedliche Materialien zu verbinden, wie z. B. Keramik mit Stahl.
  • Effizient: Löten und Härten (z. B. von Matrizen) können oft in einem Prozessschritt kombiniert werden.
  • Maßhaltigkeit: Minimale Verformung, ideal für komplexe und präzise Produkte.
Anwendungsgebiete

Aufgrund der hohen Zuverlässigkeit und der Möglichkeit, Präzisionskomponenten herzustellen, wird das Vakuumlöten häufig eingesetzt in:

  • Luft- und Raumfahrt: Für temperaturbeständige Komponenten.
  • Medizinische Industrie: Für hygienische und spaltfreie Verbindungen.
  • Maschinenbau: Zum Verbinden von Edelstahl, Hartmetallen, Diamant und Werkzeugstahl.
  • Automobilindustrie: Für Hydrauliksysteme und Wärmetauscher.
  • Energietechnik: Brennstoffzellen und Wärmetauscher.
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